Amaryllis Quartett

Amaryllis Quartett

Das deutsch-schweizerische Amaryllis Quartett wurde 2000 von Gustav Frielinghaus gegründet, von Walter Levin, dem Primarius des LaSalle Quartetts, in Basel ausgebildet und studiert seit 2007 beim Alban Berg Quartett in Köln.

Das Amaryllis Quartett spannt einen Bogen zwischen Wiener Klassik und Neuer Wiener Schule um Arnold Schönberg. Programme mit dieser Leitidee gestaltete das Quartett u.a. beim Internationalen Beethovenfest in Bonn, wo es im Beisein von Schönbergs Tochter Nuria Schönberg-Nono eine Ausstellung des Kunstmuseums mit Bildern von Schönberg eröffnete.

Die Wiederentdeckung heute vergessener Meisterwerke ist ein Anliegen des jungen Quartetts. Sein besonderes Interesse gilt hierbei dem ungarischen Komponisten und Bartók-Schüler Géza Frid, dessen Streichquartette es 2008 erstmals auf CD eingespielt hat. Für die Zeitgenössische Musik engagiert sich das Quartett durch Uraufführungen wie etwa des Hamburger Komponisten Wolfgang Andreas Schultz.

Das Amaryllis Quartett ist regelmäßig zu Gast bei Konzertreihen und auf Festivals in Deutschland, der Schweiz und dem europäischen Ausland. Beim Südwestdeutschen Rundfunk SWR trat das Amaryllis Quartett in der Sendereihe «50 Meisterwerke» auf, wo es zusammen mit Walter Levin Weberns Fünf Stücke für Streichquartett op. 5 vorstellte. Für Radio Berlin Brandenburg, im Wissenschaftskolleg Berlin und in der Tonhalle Zürich gestaltete das Quartett ebenfalls mit Walter Levin Lecture Recitals über das zweite Streichquartett von Johannes Brahms.

Einer der zahlreichen Preise, die das Ensemble bereits gewonnen hat, wurde von der Jury begründet mit den Worten: «Aufgrund ihres kultivierten Klangs und ihres tiefen Verständnisses dafür, was es bedeutet ein Quartett zu sein, sind sie nun bereit für eine Karriere.»

"Unter ihren Bögen klingen die Werke elegant. Alle anderen musikalischen Spielarten ordnen sich diesem Ausdruck unter. Natürlich können sie zupackend sein. Aber die Eleganz schwingt immer mit. Es ist eine sehr feine und durchdachte Art zu spielen. Musikalität, Bildung, Intelligenz stehen hinter ihrer Interpretation. Da haben sich Menschen mit den Werken auseinandergesetzt – das ist zu spüren und zu hören."

Lübecker Nachrichten

Foto: © T. Wirth

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