Timo Schierhorn Videokünstler |
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Timo Schierhorn, Jahrgang 1979, studierte Visuelle Kommunikation und Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Er arbeitet seit 2001 kontinuierlich als Videokünstler. Für die Major Tom Science-Fiction-Performance von Christian Wiehle interpretierte er David Bowies Kunstfigur neu. Für das Stück Match des Choreografen Jan Pusch erstellte er interaktive Projektionen und gelangte damit auf die Bühnen russischer, japanischer und griechischer Theater. 2007 realisierte er die Videoarbeiten für die Revue Rhythmus Berlin von Thomas Münstermann und Jan Dvorak im Berliner Friedrichstadtpalast. Ebenso zeichnet sich Timo Schierhorn als Regisseur von Videoclips aus. 2005 drehte er das Aranda-Video für Egoexpress. In der Zeitschrift DeBug wurde dieser Clip unter die Besten Fünf Videos des Jahres 2005 gewählt. In seinem minimalistischen Stil erstellte er Musikvideos u.a. für Tocotronic, Tenfold Loadstar und Go Plus. Sein erstes Langfilmprojekt ist der semiautobiografische Film Nacht um Olympia, den er nach fünfjährigen Recherche- und Dreharbeiten im Frühjahr 2009 fertiggestellt hat. Während dieser Zeit forderte Schierhorn seinen Bekanntenkreis immer wieder auf, Alltagsgeschehen aus seiner heimischen Kleinstadt nachzustellen und kombinierte solche Szenen mit gefundenem Super-8-Material. Indem er aus Privatfilmen einen vierzigminütigen Kunstfilm geschaffen hat, ist es Schierhorn gelungen, zwei typische Genres produktiv gegeneinander auszuspielen. |
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Foto: Christian Weigel |
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