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22. und 23. November 2009 Bunkerrauschen Andere Zeiten, andere Sinne |
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Bach auf dem Konzertflügel, Cembalo, Clavichord und Laptop Mit einer Partita auf dem modernen Flügel gespielt, einer Englischen Suite auf dem historischen Cembalo, Inventionen auf dem kaum hörbaren Clavichord und einer Computer-Toccata öffnen Stefan Matthewes und Michael Petermann vier verschiedene Fenster in die vielgestaltige Welt heutiger Bach-Klänge. Lange, bevor das moderne Klavier am Horizont der Musikgeschichte aufgetaucht ist, liebte Johann Sebastian Bach ein zartes Instrument, welches ohne technische Spielhilfen auskam: das Clavichord. Es war das einzige Tasteninstrument seiner Zeit, das Empfindung unmittelbar, ohne Umwege über maschinelle Züge und Hebel, durch Lautstärkeunterschiede ausdrücken konnte. Gestern wie heute hört ein Pianist mit den Fingern. Im Lauf der Zeit haben sich Bau- und Spielweise der Instrumente an die zunehmende Umgebungslautstärke angepasst und mit ihnen der Tastsinn. Bach, der kaum etwas lauteres als Pferdehufe kannte, ahnte, wohin die Reise geht. Er komponierte für das Clavier in mannigfaltigen Stilen, darunter Stücke, deren Tonumfang und Spieltechnik bereits auf Chopin hinweisen. Dieses Bunkerrauschen wird immer leiser, bis wir ganz im frühen 18. Jahrhundert angekommen sind. Stefan Matthewes und Michael Petermann |
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"Der Feinsinn hat Methode ... Wirklich ein völlig anderer Eindruck! Zum Abschluss: viel Applaus" Hamburger Morgenpost |
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