14. August bis 6. September 2009
alle zwei Stunden zur vollen Stunde

Ostrale 2009 Dresden Ave Bach

Ave Bach-Banner

Michael Petermann war drei Wochen lang zu Gast bei der Dresdner Ostrale, der internationalen Ausstellung für zeitgenössische Künste.

In einem alten Lüftungsraum des Dresdner Ostrageheges konnten Sie stillgelegte technische Anlagen durchwandern und dabei Klänge hören, die durch kunstvolles Belüften altertümlicher Werkstücke zustande gekommen sind. Film anschauen (Dauer 2 min.)

Charles Gounods Meditation über Bachs Praeludium in C-Dur aus dem ersten Band des Wohltemperierten Claviers ist unter dem Titel Ave Maria so populär geworden wie kaum ein anderes Stück der klassischen Musik. Wahrscheinlich erklingt es permanent irgendwo auf der Welt, auch während Sie gerade diesen Text lesen.

Der Gedanke an ein pointillistisches Kontinuum aus Klang inspirierte Michael Petermann zur Komposition von Ave Bach, das er 2008 mit der in der Hauptkirche St. Jacobi gesampelten Arp-Schnitger-Orgel von 1693 und der live gespielten Sauer-Orgel im Berliner Dom uraufgeführt hat. Gleich zu Beginn des Werks geraten die einheitlichen Sechzehntelfiguren des Praeludiums aus der Bahn und Gounods Melodie tritt in extremer Zeitlupe mit unendlich langem Atem hinzu. Am Ende finden die verfremdeten Elemente wieder zueinander, das Stück könnte unmerklich neu beginnen und in einer dreihundert Jahre langen Schleife weiterlaufen.

Ave Bach.
Metamorphosen über ein hinreichend bekanntes Thema J.S. Bachs und Ch. Gounods.

Formation Weisser Rausch
Michael Petermann Komposition, Elektronik und Projektion

"Bachs 'Lentement' ... dreht sich wieder tranceartig um sich selbst. So bruchlos scheint es an das vorher Gehörte anzuknüpfen, als lägen nicht Hunderte von Jahren zwischen den Kompositionen. Und dem Betrachter ist es gar, als begännen die Orgelpfeifen zu tanzen."

Hamburger Abendblatt

Film anschauen (Dauer 2 min.)
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